Geist ist geil

Der Pfingstgottesdienst auf Gut Varrel konnte am Pfingstsonntag mit etwa 120 Menschen gefeiert werden - natürlich unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften. So waren die sonst üblichen Taufen verboten, auch der Posaunenchor durfte nicht spielen und für den nötigen Abstand war gesorgt. Masken wurden vor und nach dem Gottesdienst aufgesetzt, die Besucher und Besucherinnen wurden registriert und an den Eingängen mit Desinfektionsmittel versorgt. Die drei Musikerinnen Kirsten Artal (Gesang), Olga Burmeister (Klavier) und Christine Rauterberg (Gitarre und Gesang) hatten ein buntes musikalisches Programm vorbereitet. Dazu war erstmals wieder Gemeindegesang erlaubt (nur bei Gottesdiensten im Freien). Klassisches und Modernes wechselte sich in bunter Vielfalt ab. Als Kirsten Artal und Christine Rauterberg das Segenslied "Geh unter der Gnade" sangen, bekam manche der Besucher und Besucherinnen eine Gänsehaut. Unter dem Motto "Geist ist geil" wurden von Dieter Stahl, Vivien Wiegmann, Margrit Unger und Christoph Stein mögliche Marketingstrategien angepriesen, um das Pfingstfest populärer zu machen: Der Pfingst-Flaschengeist, die Pfingst-App, das Pfingst-Feuer to go und der Pfingst-Schoko-Ochse gehörten dazu.

Pastorin Fröhlich konnte sich dem Motto "Geist ist geil" anschließen und predigte darüber, was es insbesondere auch in dieser von Corona geprägten Zeit bedeutet, diesen Geist Gottes geschenkt zu bekommen. Da braucht man allerdings keine kommerziellen Hilfen. Den Geist Gottes geschenkt bekommen, das heißt Atemholen zu können, Kraft und Motivation zu spüren, einander zu verstehen, von der Enge der Gedanken zur Weite des Herzens zu gelangen, sich nicht vor Angst zu verkriechen, sondern sein Leben und die Zukunft zu gestalten. Denn "Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Angst, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit". Diesen Geist Gottes bekommen wir geschenkt - mehr geht nicht, mehr muss nicht.

Desweiteren wurde im Gottesdienst Angelika Stahl nach 25 Jahren als Spielkreisleiterin des Varreler Spielkreises verabschiedet.

Es hat allen Beteiligten viel Freude gemacht, diesen Gottesdienst so feiern zu dürfen - bei bestem Sonnenschein, in wunderbarem Ambiente, in großer Gemeinschaft und zugleich in verantwortungsvollem Miteinander, wozu die Einhaltung der Hygieneregeln zählen.