Von Varrel bis Santiago de Compostella – Pilgern die 5. „Soviel Du brauchst“

Pilgern, Bild-Statue mit PilgerutensilienAm 30.04. verließen wir um 6.44 Uhr den Bremer Hauptbahnhof in Richtung Trier. Dort pünktlich angekommen führte uns der Weg zunächst zur Porta Nigra wo wir unsere diesjährige Pilgertour offiziell mit einer Andacht begannen. Unsere erste Etappe führte uns im Nieselregen über 10 KM nach Konz.

Die Pilgertour stand unter dem Leitthema „Soviel Du brauchst“. Wir wurden jeden Tag von unserer „Chefin“ in der Morgenandacht mit einem neuen Tagesthema eingestimmt und hatten auch in der täglichen Schweigezeit Gelegenheit dieses zu vertiefen.

Nach unserem ersten gemeinsamen Frühstück begannen wir unseren Weg nach Merzkirchen. Gemäß dem Tagesthema nahmen wir uns die „Freiheit“ die geplanten 20 KM auf 25.4 KM zu verlängern, da aufgrund von Straßenbauarbeiten die Beschilderung abgerissen worden war.

Der morgendliche Regen verhieß nichts Gutes.  Die Befürchtung wieder eine Regentour bewältigen zu müssen, bewahrheitete sich zum Glück aber nicht, da pünktlich zum Abmarsch die Sonne schien.

Unterwegs nahm sich ein netter älterer Herr die Freiheit unsere Schweigezeit durch eine geschichtliche Abhandlung über die Ortschaft Kümmern abzubrechen.
In Merzkirchen angekommen war Eile geboten, da pünktlich um 18.00 Uhr die Leitung nach Varrel für die Weltpremiere eines SKYPE-Gottesdienstes stehen musste. Zur allgemeinen Erheiterung aller Gottesdienstteilnehmer übertrugen wir live aus der Destillerie. Trotz einiger Abstimmungs- und Übertragungsprobleme konnte die Veranstaltung zur Zufriedenheit aller bis zum Ende durchgeführt werden. Aus unserer Sicht war es ein voller Erfolg und eine tolle Erfahrung für alle Beteiligten.

Abends nahmen wir uns getreu unseres Leitthemas die Freiheit neben dem Pilgereintopf einige Geschmacksproben aus dem reichhaltigen Destillatsangebots der Herbergsmutter Mary zu uns zu nehmen.

Der folgende Tag führte uns weiter durch die „Heimat“ wo wir mit einem großen Schritt die Landesgrenze von Rheinland-Pfalz ins Saarland überschritten.

Bild: Die Pilgerer überschreiten symbolisch die Landesgrenze, die jedoch nicht mehr sichtbar ist.

Entlang an blühenden Rapsfeldern und Obstbäumen genossen wir die herrliche Wärme der Sonne.

Im Grenzort Schengen steht ein Miniatur-Eiffelturm, der hier dargestellt ist.

Überraschenderweise standen wir urplötzlich am „Potsdamer Platz“ der sich als Rastplatz  mit Ehrenmal des 2.Weltkrieges entpuppte. Über den von Mary empfohlenen wunderschönen  Alternativweg kamen wir nach 18.5 KM über die Saarschleife und durch Weinberge entspannt zum Etappenziel in Perl.

In der Schweigezeit konnte jeder darüber nachdenken, was Heimat für ihn bedeutet. Auch die Beziehung zu Gott könnte hierbei eine Rolle spielen, wie Eike es in der Morgenandacht so schön formulierte.

Nach einem Freiluftabendessen holte uns die Heimat doch noch ein. In einer Kellerbar mit Sky-Empfang nahmen wir teil an dem Sieg von WERDER  gegen Stuttgart.

Die folgende Nacht verbrachte ein  Teil von uns im „Kühlschrank“ der evangelischen Kirche – dem Kirchenschiff.

Getreu dem Thema des 4. Tages „Freundschaft“ streiften wir den historischen Ort Schengen und überquerten am Eifelturm (en miniature) die Grenze nach Frankreich.

Dort erhielten wir von Eike zum feierlichen Grenzübertritt ein Symbol des Jakobswegs – die Muschel – als Kettenanhänger.

Fortsetzung folgt...

         Dieter und Thomas

 

Wir danken unseren diesjährigen Sponsoren:

Dem Hof Mahlstedt und der Holländischen Nußbar für das leibliche Wohl sowie der mobilen Computerhilfe Bernd Düssmann für die technische Unterstützung beim Skype-Gottesdienst.